Um Roboter zu programmieren und zu steuern, brauchte ich einen tragbaren PC mit ausreichend Rechenleistung. Auf dem Markt gab es jedoch keinen Computer, der meinen Anforderungen entsprach: Notebooks und Laptops sind oft zu schwach, störanfällig, kaum reparierbar und teuer.
Die Lösung war ein Koffer-PC. Die Auswahl der Komponenten und die Größe des Koffers waren eine Herausforderung. Ich entschied mich für einen relativ großen Koffer, der genug Platz für Lithium-Akkus und sogar für meinen Omni Junior bietet. So habe ich bei Messen oder Vorträgen immer die nötige Hardware dabei und kann den kleinen Roboter jederzeit in Betrieb nehmen. Auch zu Hause dient der Koffer ideal als Werkstatt-PC zum Einstellen von elektrischen Antriebssystemen oder zum Betrieb meines nächsten Projekts, dem Omnibot 2000.


Ein weiteres Projekt ist die Automatisierung unseres Bootes – der lizpoir. Der Auslöser war ein Binnentörn, bei dem ich viele Stunden an der Pinne verbrachte – extrem anstrengend! Auf See kann man einen Autopiloten verwenden, auf Kanälen und Flüssen funktioniert dieser jedoch kaum. Da ich den alten Autopiloten verkauft hatte und die handelsüblichen Systeme zu störanfällig sind, entschied ich mich, einen eigenen Autopiloten mit Fernsteuerung zu entwickeln.
Die Steuerung erfolgt per Bluetooth über jedes Android-Smartphone oder Tablet. So habe ich volle Kontrolle über das Boot: Ich kann mich gemütlich zurücklehnen und trotzdem navigieren. Gleichzeitig lassen sich wichtige Motordaten und nautische Informationen abrufen – Kurs, Geschwindigkeit, Position, Wassertiefe oder Windstärke. Auf Knopfdruck übernimmt das System auch die automatische Steuerung, ähnlich einem herkömmlichen Autopiloten.
Etwas umständlich ist derzeit noch das Umschalten zwischen einzelnen Apps. Um dies zu vereinfachen, habe ich begonnen, Android-Apps selbst zu programmieren. Da ich auf diesem Gebiet Neuling bin, freue ich mich über jede Hilfe von erfahrenen Android-Programmierern.




