Nach fast 10 Jahren Pause habe ich mich wieder meinem Omnibot 2000 gewidmet. In der Vergangenheit hatte ich nicht viel Zeit für Entwicklungen, da ich geschäftlich sehr eingespannt war und aus technischer Sicht keine großen Veränderungsmöglichkeiten sah. Die Welt hat sich jedoch rapide verändert, und die Überwachung der Menschen hat ein bedenkliches Ausmaß angenommen. Aus Datenschutz- und Privatsphäregründen habe ich mich daher entschieden, meine gesamte Technik auf Open-Source- und Linux-Systeme umzustellen, einschließlich Graphene-OS für Mobilgeräte.

Die EZ-Builder-Software für Omnibot funktioniert leider nur mit Windows, was anfangs sehr ärgerlich war. Mittlerweile sehe ich dies jedoch als Vorteil, da ich gezwungen war, neue Lösungen zu suchen und Möglichkeiten zu finden. Auf meiner Suche nach einem System, mit dem ich eine lokale Spracheingabe und -ausgabe realisieren kann, bin ich auf Home Assistant gestoßen. Dieses System ist ursprünglich für die Hausautomatisierung konzipiert, setzt jedoch auf lokalen Datenschutz und Privatsphäre und bietet tausende von Möglichkeiten und Optionen.
Zunächst habe ich das System auf einem Raspberry Pi installiert, grob eingerichtet und etwa drei Wochen lang nicht mehr beachtet. Als ich dann wieder auf das System zugriff, war ich erstaunt, dass es immer noch sauber und ohne Fehler lief. Ich war begeistert und begann, das System schrittweise auszubauen. Zunächst integrierte ich einen Sprachassistenten testweise und verband ihn mit einer API von Open AI. Ich war begeistert, wusste jedoch, dass dies nicht lange so bleiben kann, und suchte nach Lösungen für eine lokale Sprach-zu-Text-Engine, lokale Sprachverarbeitung und lokale Text-zu-Sprache-Engine.
Mittlerweile habe ich das System weiter ausgebaut und die Hausautomatisierung integriert, was ursprünglich nicht das Ziel war, aber warum sollte Omnibot nicht auch weitere Funktionen haben und sich nützlich machen? Fast alles im Haus ist jetzt lokal eingebunden, vom Licht über die Heizung, Klimaanlage, PV-Anlage, Musik und Multimedia, Alarmanlagen, Überwachungskameras und der Wetterstation. Ich habe Zugriff von überall per Handy und Smartwatch und kann mich mit Omnibot unterhalten, der komplett lokal läuft.



Um dies zu erreichen habe ich einen KI-Computer aufgesetzt mit lokaler LLM und 70 Milliarden Parametern, der über zwei RTX 5090-Grafikkarten betrieben wird. Die Sprach-zu-Text- und Text-zu-Sprach-Engines sowie die Gesichtserkennung laufen über eine dritte, kleinere Grafikkarte. Ja, Gesichtserkennung – Omnibot kann jetzt auch sehen. Da mir ein System nicht reicht, habe ich weitere Home-Assistant-Systeme im Ferienhaus, im Auto und im Boot aufgesetzt, die als Master-Slave-Systeme laufen, wobei Omnibot der Master ist, der Zugriff auf alle Systeme hat.

Weiterhin habe ich das System so ausgebaut, dass wir die komplette private Kommunikation darüber laufen lassen, Sprache und Chat, genau wie WhatsApp oder Telegram, nur privat. Kleinigkeiten wie ein Währungsrechner, der immer die aktuellen Kurse abruft, ein Terminkalender, der lokal läuft, alles läuft per Home Assistant und ist per Sprache, Dashboard in der Wohnung, am Rechner, im Auto/Boot oder auf der Uhr verfügbar. Für mich ist dies das beste System, das ich je hatte, und es ist immer weiter ausbaufähig. Als nächstes ist geplant das Omnibot eigenständig und sicher durch das Haus fährt: „Omni komm in die Küche!“




