Die Anfänge meiner Robotik-Abenteuer

Meine Begeisterung für Robotik begann in den 1980er Jahren, als ich im Alter von 4 oder 5 Jahren meinem ersten „Roboter“ Glühlampen als Augen verpasste – ein einfacher Pappkarton, der mich sofort fasziniert hat. In den folgenden Jahren baute ich zahlreiche Modelle aus allen möglichen Materialien: Farbdosen, Hammerstiele oder alte Elektronikreste. In der 3. Klasse stellte ich einen Roboter bei einer Schulausstellung aus, doch leider kam er beschädigt zurück. Danach entschied ich, künftig nicht mehr auszustellen.

Ein besonderes Modell entstand an Silvester: Mein erster Roboter mit mehreren Funktionen. Der Kopf leuchtete, die Antenne rotierte und versetzte den Roboter in eine Drehbewegung, fast wie ein Tanz. Je nach Tonträger konnte er kurze Sätze sprechen oder Lieder wiedergeben. Neben ihm baute ich einen weiteren Roboter aus einer defekten Kaffeemaschine – funktional eingeschränkt, aber ein weiterer Schritt in meiner Robotik-Entwicklung.

Nach dem Fall der Mauer 1990 bestaunte ich im KaDeWe Berlin die großen Tomy-Roboter und war überwältigt. Ich nahm mir vor, irgendwann einen solchen Roboter zu besitzen. Mein Taschengeld reichte damals nur für kleine Spielzeugroboter.

1995 entstand ein komplexerer Roboter aus einem Mülleimer, einer Schüssel und Elektronik. Er war ferngesteuert, hatte einen drehbaren Kopf und konnte über einen Stimmverzerrer angelernte Sätze wiedergeben. Heute existiert er noch, zwar ohne Beleuchtung und Spannungsanzeige, erfüllt aber weiterhin die Aufgabe, im Ausstellungssaal Gäste und Kunden zu begrüßen.

2012 habe ich beschlossen, meine Robotikprojekte wiederaufzunehmen – diesmal professioneller. Ziel ist es, autonome Roboter zu entwickeln, die die Rechenleistung von PCs nutzen. Ein konkretes Projekt ist ein Autopilot für mein Segelboot, da die handelsüblichen Lösungen oft teuer, unzuverlässig und nach jedem größeren Törn defekt waren.