Schönes Wetter und technische Probleme

Vom 20. bis 22. August 2010 waren wir erstmals seit unserem Urlaubstörn wieder mit der l’espoir tri auf dem Wasser. Diesmal hatten wir den Mast zu Hause gelassen, um Zeit beim Auf- und Abbau zu sparen – ein Wochenende ist so kurz, dass wir so etwa 2,5 Stunden gewinnen konnten.

Beim RiPower-Motor hatte ich kurz vor dem Urlaub das Übersetzungsverhältnis auf 1:1 geändert. Leider war der gelieferte Zahnriemen zu lang, sodass die Motorhaube nicht richtig schloss. Ich musste notgedrungen ein Loch in die Haube schneiden und dieses provisorisch mit Folie verschließen – unschön, aber es funktionierte. Der richtige Riemen ist noch ausstehend.

Um trotzdem aufs Wasser zu kommen, nutzten wir an diesem Wochenende den MinnKota RT80 Beiboot-Motor. Der kleine Motor beeindruckte mit überraschender Leistung: Er brachte unseren Trimaran auf 4,4 Knoten. Eine detaillierte Übersicht über Fahrleistungen und Stromverbrauch ist auf meiner Homepage unter „Downloads“ verfügbar.

Technische Probleme begleiteten uns dennoch: Die Akkus hatten bereits im Urlaub Schwierigkeiten bereitet und waren zurück an den Hersteller geschickt worden. Zudem verabschiedete sich der DC/DC-Wandler endgültig, was sämtliche 12V-Verbraucher außer Betrieb setzte. Glücklicherweise arbeitet der Motor mit 24V, sodass wir dennoch fahren konnten. Die Reparaturversuche am Samstag Nachmittag raubten uns jedoch wertvolle Zeit – bei dem herrlichen Wetter hätten wir lieber entspannt.

Ein kurioser Moment am Rande: Am 3. August erhielt ich einen Anruf vom Straßenverkehrsamt Elbe-Elster, das wissen wollte, wann ich mein 1999 registriertes Schlauchboot verkauft hatte. Außerdem informierte man mich über das neue Ölbuch, das künftig von Bootsbesitzern geführt werden muss, um Ölwechsel und Ölentsorgung nachzuweisen – ein bürokratischer Aufwand, der bei Autos mit weitaus mehr Altöl niemanden interessiert.

Trotz aller Schwierigkeiten war das Wochenende auf dem Wasser schön. Auf den Fotos sind der MinnKota-Motor sowohl am neu montierten Hilfsmotorspiegel als auch am Heckspiegel der l’espoir tri zu sehen. Ich hoffe, dass bis zur nächsten Fahrt alle noch fehlenden Teile eingetroffen sind und wir dann wieder uneingeschränkt losfahren können.